Im Schatten der Maulwurfshügel
eine Produktion der Rainbacher Spiele 2026
Video: © Alpenberliner
„Der Romanzyklus Das Ende der Ewigkeit ist eines der erstaunlichsten Unterfangen der österreichischen Literatur der letzten fünfzig Jahre. Ich bin neugierig, wie die Dramatisierung die kantigen und widersprüchlichen Charaktere auf die Bühne bringen wird; dass diese auch bühnentauglich sind, liegt aber auf der Hand. Zauner belässt jeder Figur ihr Geheimnis, er leuchtet keine bis ins Innerste aus, gerade das bietet der Dramatisierung vielerlei Möglichkeiten.“
Karl-Markus Gauß, Autor, Essayist und Literaturkritiker, Dezember 2025
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Termine 2026
Premiere: Do, 18. Juni 2026, 19:00 Uhr
Weitere Aufführungen:
Fr, 19. Juni 2026, 19 Uhr | Sa, 20. Juni 2026, 15 Uhr | So, 21. Juni 2026, 15 Uhr
Do, 25. Juni 2026, 19 Uhr | Fr, 26. Juni 2026, 19 Uhr | Sa, 27. Juni 2026, 15 Uhr | So, 28. Juni 2026, 15 Uhr
Do, 2. Juli 2026, 19 Uhr | Fr, 3. Juli 2026, 19 Uhr | Sa, 4. Juli 2026, 15 Uhr | So, 5. Juli 2026, 15 Uhr
Kartenbestellungen:
Mail: ticket@rainbacher-spiele.at
Tel.: +43 699 192 06 684
Es gelten Kategorienpreise: € 35,- | € 30,- (innerhalb der Kategorien gilt freie Platzwahl)
Gruppen ab 20 Personen erhalten eine Ermäßigung von 20 Prozent.
Ein abgelegener Landstrich im oberösterreichischen Innviertel in der Silvesternacht 1899 ‒ an diesem magischen Datum setzt die Geschichte der beiden Hauptfiguren ein: Da ist zum einen der halb erfrorene Maurits, ein etwa sechsjähriges Findelkind; zum anderen Theres, die gerade – als viertes Mädchen und wieder kein Stammhalter – im Dorfwirtshaus von Thal das Licht der Welt erblickt.
Zauner erzählt in seinem Epos eine Österreich-Geschichte „von unten“: Hier haben nicht die Herrschenden und Mächtigen das Sagen, sondern einfache Menschen, die in den entlegenen (fiktiven) Innviertler Bauernweilern Thal, Oed und Fegfeuer – am Vorabend von zwei Weltkriegen – ein meist hartes, entbehrungsreiches Leben führen. Der Zufall der Geburt spielt dabei eine schicksalshafte Rolle. „Beim ersten Schrei ist einem Thaler sein Leben vorgezeichnet“, heißt es bei Zauner, „sein Rang, seine Stellung in der Gemeinde, der Beruf, die Auswahl des Ehepartners, die Anzahl der Kränze auf seinem Sarg.“
Zimperlich durfte man nicht sein.
Es wird viel getrunken, geflucht und gerauft. Anna, die Frau des Wirts im Thal, ekelt sich bis zum Erbrechen vor den Ausdünstungen in der Wirtsstube am Morgen nach den durchzechten und durchschwadronierten Nächten. Das Sagen weitum hat der Großbauer Hölzenreytter, ein Großmaul, der sich überall wichtig macht, aber zu faul ist, um sich um die Belange des Hofes zu kümmern, und vor dem keine Magd sicher ist. Die eigentliche Bauernarbeit erledigt sein Großknecht Lorenz, der dabei voller Groll gegen das Schicksal ist, das ihn an den falschen Platz gesetzt hat. Und so piesackt er alle und jeden und ganz besonders drangsaliert er den Findel Maurits. >>
Regie und Bühnenfassung: Babett Arens
Mit Liedern aus der Zeit.
Der Bühnenmusik kommt in diesem Jahr eine ganz besondere Aufgabe zu, denn auch sie erzählt ein Stück Zeitgeschichte. Der Komponist und Sänger Matthias Deger, der bereits mehrmals für die Rainbacher Spiele tätig war, ist ein ausgewiesener Fachmann, der sich u. a. mit seinem Ensemble Zeidlang der Interpretation von alpenländischer Volksmusik, oft in einer sehr intimen und reduzierten Weise, widmet.
Für die Festivalproduktion der Rainbacher Spiele hat er alte Lieder und Melodien adaptiert und variiert, um sie nahtlos in das Geschehen einzufügen. Gesungen werden die Lieder vom Juvenis Chor aus dem Bezirk Schärding unter der Leitung von Lina vom Berg; musikalisch begleitet von Cello, Klarinette und Geige.
2026 kommen Band 1 und 2 zur Aufführung: Im Schatten der Maulwurfshügel / Und die Fische sind stumm
2027 kommen Band 3 und 4 zur Aufführung: Früchte vom Taubenbaum / Heiser wie Dohlen
Mitwirkende
Babett Arens
Regie und Bühnenfassung
Matthias Deger
Komponist und Auswahl Volkslieder
Lina vom Berg
Musikalische Leitung und Choreinstudierung
Eva-Christina Binder
Jungwirtin, Vev
Leopold Dallinger
Pfarrer
Florentin Groll
Erzähler
Georg Hasenzagl
Maurits
Lennie Johnson
Altwirtin
Eric Lingens
Wirt
Lisa-Carolin Nemec
Theres
Peter Pausz
Großbauer Hölzenreytter
Vanessa Payer
Hebamme, Schneider Wigg, u.a.
Rainer Stelzig
Lixenbauer, Knecht Lorenz