Im Schatten der Maulwurfshügel                

eine Produktion der Rainbacher Spiele 2026                                    

Video: © Alpenberliner 

Die Rainbacher Spiele zeigen auf

Über die Sommerproduktion „Im Schatten der Maulwurfshügel“ 

Die Rainbacher Spiele zeigten von 18. Juni bis 5. Juli 2026 die Theaterfassung von Friedrich Ch. Zauners epochalem Romanwerk „Das Ende der Ewigkeit“ in der Dramatisierung von Regisseurin Babett Arens über das Leben in drei Innviertler Bauernweilern zu Beginn des 20. Jahrhunderts; mit Bühnenmusik von Matthias Deger

Zum Inhalt: Ein abgelegener Landstrich im oberösterreichischen Innviertel in der Silvesternacht 1899 ‒ an diesem magischen Datum setzt die Geschichte der beiden Hauptfiguren ein: Da ist zum einen der halb erfrorene Maurits, ein etwa sechsjähriges Findelkind; zum anderen Theres, die gerade – als viertes Mädchen und wieder kein Stammhalter – im Dorfwirtshaus von Thal das Licht der Welt erblickt.
Zauner erzählt in seinem Epos eine Österreich-Geschichte „von unten“: Hier haben nicht die Herrschenden und Mächtigen das Sagen, sondern einfache Menschen, die in den entlegenen (fiktiven) Innviertler Bauernweilern Thal, Oed und Fegfeuer – am Vorabend von zwei Weltkriegen – ein meist hartes, entbehrungsreiches Leben führen. Weiterlesen >> >>

Hier einige Stimmen der Kritik 

  • ORF Oberösterreich heute – Sandra Ohms
    Rainbacher Spiele zeigen Zauner-Hauptwerk
    https://on.orf.at/video/14328111/16107401/rainbacher-spiele-zeigen-zauner-hauptwerk

  • ooe.orf.at, u.a. – Ulrike Innthaler/APA
    Rainbacher Spiele überzeugen mit starkem Stück Geschichte„Im Schatten der Maulwurfshügel“ hat am Donnerstag bei den Rainbacher Spielen eine lange beklatschte Uraufführung erlebt. Das Stück nach den ersten beiden Teilen von Friedrich Christian Zauners Romantetralogie „Das Ende der Ewigkeit“ führt zurück an den Beginn des 20. Jahrhunderts, ins tiefste Innviertel. Es ist Geschichtsunterricht, echtes Sittenbild einer bäuerlich geprägten Gesellschaft und Liebesgeschichte in einem und reüssiert als stimmige Bühnenfassung der Romane.
  • Passauer Neue Presse – Stefan Rammer
    Ein Sauwalddrama par excellence
    Babett Arens inszeniert ein Stück, das dank ausgezeichneter Darsteller (das gilt für die zehn Profis wie die ebenso vielen Laienakteure) unter die Haut geht, das weh tut, das einmal mehr ersichtlich macht, wie verletzlich der Mensch ist, der es kaum schafft, Frieden im Alltag zu wahren. Es gibt wenig Reiche, zu viele Habenichtse. Zu viel Leid, wenig Freud. Das dreistündige Stück umspannt die Zeit bis zum tatsächlichen Ausbruch des Kriegs. Brillant, dass Zauner selbst eine Wiederkehr erlebt, als Erzähler verkörpert von Florentin Groll, der die wunderbare Erzählweise, die schöne Prosa mit sonorer Stimme zur Geltung bringt, der die Fäden verknüpft und Lust darauf macht, den Roman ganz zu lesen. Ein toller Einfall ist es auch, die Kinderrollen als Puppen zu inszenieren, geführt von den späteren Erwachsenen.
  • Salzburger Nachrichten – Bernhard Flieher
    Die Monster im Dorf
    Auf in die Dörfer Oed und Fegfeuer! Dort wartet das Ende der Ewigkeit. Im Sauwald wird aus einem monströsen Heimatroman ein großes Theaterstück […] Es wird getreten, gemault, geschändet und gehackelt, weil die Welt im Kleinen bleiben soll, wie sie immer war. Geht sich aber nicht aus, die große Welt schwingt immer mit.
  • Kurier – Gerhard Marschall
    Lokalgeschichte wirft lange Schatten
    In Rainbach bei Schärding, 1.600-Einwohner-Ort des engagierten Sommertheaters im Innviertel, wird Neues gewagt. […] Der Rainbacher Zauner kannte den hügeligen Landstrich, der sich zum mächtigen Sauwald hinaufzieht. Und er kannte die Menschen. Seine Schilderung ist präzise und unerbittlich, jedoch keine Abrechnung, schon gar keine Vernichtung.

  • Kronen Zeitung – Elisabeth Rathenböck
    Zeppelin, Thronfolger und Erster Weltkrieg

    Erster Festivalhöhepunkt im Innviertel […] Regisseurin Babett Arens komprimierte den epochalen Innviertelroman zu einem dreistündigen Bühnenereignis mit einem ganz eigenen Charisma. Die stimmige Fassung kann als Geschichtsunterricht, echtes Sittenbild einer bäuerlich geprägten Gesellschaft und Liebesgeschichte in einem gesehen werden.
  • Aus dem Publikum:
    Peter Herrmann, Filmproduzent u.a. von Wüstenblume, Nirgendwo in Afrika
    „Im Schatten der Maulwurfshügel“, Friedrich Zauners großer Innviertelroman, auf die Bühne zu bringen, ist eine enorme Herausforderung – und auf der Rainbacher Festspielbühne ist daraus etwas Beeindruckendes geworden. Die Darsteller, die Inszenierung, Gesang, Komposition, Kostüme und das Bühnenbild fügen sich zu einem stimmigen und mitreißenden Ganzen zusammen. Chapeau! Besonders hervorzuheben ist jedoch die Adaption des Romans. Als Filmproduzent habe ich selbst mehrfach an Literaturverfilmungen gearbeitet und weiß, wie schwierig es ist, die Vielschichtigkeit und Atmosphäre eines umfangreichen Romans in ein anderes Medium zu übertragen. Umso mehr beeindruckt mich, wie gelungen dies hier für die Bühne umgesetzt wurde. Die Essenz des Werks bleibt erhalten und entfaltet zugleich eine eigene, starke theatralische Wirkung. Eine außergewöhnliche Leistung.

Mitwirkende

Babett Arens

Regie und Bühnenfassung

Matthias Deger

Komponist und Auswahl Volkslieder

Lina vom Berg

Musikalische Leitung und Choreinstudierung

Eva-Christina Binder

Jungwirtin, Vev

Leopold Dallinger

Pfarrer

Florentin Groll

Erzähler

Georg Hasenzagl

Maurits

Lennie Johnson

Altwirtin

Eric Lingens

Wirt

Lisa-Carolin Nemec

Theres

Peter Pausz

Großbauer Hölzenreytter

Vanessa Payer

Hebamme, Schneider Wigg, u.a.

Rainer Stelzig

Lixenbauer, Knecht Lorenz